Ganztagsschule Lilienthal

zurück

Startseite ›› Unsere Schule ›› Schulprogramm

Schulprogramm

  1. Ziele, Maßnahmen, Indikatoren des Schulprogramms 2010/2011
    • Bezug zum Orientierungsrahmen Schulqualität
      Die aus dem Leitbild abzuleitenden Entwicklungsziele der Schule stellen zugleich Beiträge zur Verbesserung der schulischen Arbeit in ausgewählten Qualitätsbereichen des Orientierungsrahmens Schulqualität in Niedersachsen dar. In einer gemeinsamen Klausurtagung aller Funktionsträger der Schule mit Vertretern der Eltern- und Schülerräte wurde vereinbart, dass der Schwerpunkt der qualitativen Verbesserung der schulischen Arbeit unter den Überschriften „Bildung von Jahrgangsteams“, „Veränderte Rhythmisierung“ und „Förderung des Selbstgesteuerten Lernens“ verfasst werden soll. Die thematisch gebildeten Arbeitsgruppen haben dazu Eingangsziele formuliert, mit dem Orientierungsrahmen abgestimmt und diese wie folgt formuliert. Ergänzt wurden sie um entsprechende Eingangsziele aus dem Verantwortungsbereich der Schulleitung.
      Die Arbeit in Jahrgangsteams soll durch enge Verbindungen und Austausch zwischen Lehrern, Schülern und Eltern zur Zufriedenheit aller Beteiligten führen (QB1, 1.3)
      Der Gesamteindruck der Schule sowohl nach außen (Öffentlichkeit, Eltern) als auch nach innen (an Schule Beteiligte) soll sich verbessern (QB1, 1.4)
      Die Schule soll mehr Lebensraum für die Schüler sein. (QB3, 3.1)
      Die Lehrkräfte sollen ihre berufliche Kompetenz weiterentwickeln. (QB5, 5.2 und 5.3; auch QB4)
      Der Schulalltag soll für Schüler und Lehrer ruhiger, stressfreier und gesundheitsbewusster gestaltet werden. (QB3, 3.2)
      Eigenverantwortliches und selbstständiges Lernen soll gefördert werden. ((QB2, 2.3)
      Die Kooperationsfähigkeit aller Beteiligten soll ausgebaut werden. (QB3, 3.4)
      Die individuelle Förderung und Unterstützung der Schüler/innen soll intensiviert werden.(QB2, 2.2 und 2.5)
      Die Mitgestaltungsmöglichkeiten am Schulleben soll für alle Beteiligten ausgebaut werden.(QB3, 3.1.- 3.3)
      Die Transferleistungen der Schüler sollen gefördert werden. (QB2, 2.2)
      Die Schule aktualisiert das schulische Leitbild und orientiert daran ihre Entwicklungsziele, Maßnahmen, Umsetzungsstrategien und Qualitätssicherungsprozesse. (QB6, 6.1 und 6.2)
      Die Schulleitung formuliert Grundsätze und Ziele für die Wahrnehmung ihrer Führungs-verantwortung. (QB4, 4.1-5)

      Zur Annäherung an diese Ziele aus dem Orientierungsrahmen Schulqualität setzt sich die Schule einen adäquaten Organisationsrahmen, plant schwerpunktmäßig Maßnahmen, die alle der Verbesserung der schulischen Ergebnisse dienen sollen, formuliert dazu geeignete Entwicklungsziele, versieht sie mit Indikatoren und nennt geeignete Evaluationsverfahren.
    • Schulorganisation gemäß gültiger Organisationserlasse
      Die Ganztagsschule Lilienthal ist eine Haupt- und Realschule, die ab Schuljahr 2010/2011 in den Schuljahrgängen 5 bis 8 als „Zusammengefasste Haupt- und Realschule“ geführt wird. Diese Organisationsform dient der Vermeidung jahrgangsübergreifender Klassenbildungen in den ersten 4 Jahren der Hauptschule. In den Schuljahrgängen 9 und 10 werden schulformspezifische Klassen mit teilweise schulformübergreifendem oder jahrgangsübergreifendem Unterricht eingerichtet. Der Unterricht in den Schuljahrgängen 5 bis 7 erfolgt in allen Fächern binnendifferenziert nach den Kerncurricula der jeweiligen Schulform. Der Unterricht im 8. Schuljahrgang erfolgt gemeinsam und binnendifferenziert mit Ausnahme in den Fächern Englisch und Mathematik, für die jeweils G- und E-Kurse eingerichtet werden. Für die G-Kurse sind schulintern zusätzlich ausreichend Lehrerstunden zur Verfügung zu stellen. Die Leistungsbewertung erfolgt in allen Jahrgängen jeweils schulformbezogen. Der Unterricht in den Fächern Mathematik und Englisch erfolgt im 9. und 10. Schuljahrgang der Hauptschule in A- und B-Kursen.
      Die Schülerinnen und Schüler beider Schulformen werden jahrgangsbezogen aufgenommen und zur Durchführung des Unterrichts in Klassen oder Lerngruppen aufgeteilt.
      Die Schule nutzt die Möglichkeiten, die die Erlasse hinsichtlich unterschiedlicher Unterrichtszeitmodelle bieten. Zur ordnungsgemäßen Abrechnung und zum korrekten Nachweis von Unterrichts- und Lehrerstunden rechnet die Schule diese Stunden schulintern in Arbeitszeiteinheiten von 5 Minuten Dauer um (45 min = 9 AE), die im Rahmen einer innerschulischen Dienstvereinbarung mit den gültigen Arbeitszeitregelungen verträglich und organisierbar gemacht sind.
      Die Schülerpflichtstundenzahl aus den jeweils gültigen Stundentafeln werden in beiden Schulformen um 4 Unterrichtsstunden (à 45 min) pro Woche im Rahmen der verbindlich eingeführten teilweise gebundenen Ganztagsschule erhöht. Darüber hinaus bietet die Schule pro Schulwoche ein 2 X 2stündiges freiwilliges Zusatzangebot mit außerschulischen Anbietern.
      Die beschriebene Organisationsform und die genannten Entwicklungsziele sollen im Schulprogramm durch folgende Maßnahmen unterstützt werden:
    • Jahrgangsteams
      Den Klassen und Lerngruppen eines Jahrgangs beider Schulformen wird jeweils ein Jahrgangsteam aus Lehrkräften zugeordnet, das für diese Schülergruppe als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
      Die Jahrgangsteams setzen sich im Kern aus den Klassenlehrer/innen und den verbindlich zu benennenden Co-Klassenlehrer/innen zusammen. Die Teams sollen in dem Sinne um weitere Mitglieder ergänzt werden, dass eine jahrgangsdeckende Unterrichtsversorgung mit so wenigen Lehrkräften wie möglich stattfinden kann.
      Jedem Schüler/Jeder Schülerin eines Jahrgangs ist eine Lehrkraft aus dem Team als Mentor/Tutor zuzuordnen und eine zweite Lehrkraft als dessen Vertreter. Diese Rolle können auch jeweils die Klassenlehrer/innen und ihre Vertreter/innen übernehmen.
      Andere Fachlehrer/innen werden dem Jahrgang, in dem sie die meisten Stunden erteilen, zugeordnet. Diese müssen nicht an den regelmäßigen Jahrgangsteamsitzungen teilnehmen, haben allerdings das Recht dazu und werden über alle Besprechungsinhalte, Besonderheiten, (pädagogischen) Maßnahmen und andere Interna informiert. Alle Lehrkräfte der Schule sind auf diese Weise einem Team zugeordnet.
      Die Arbeit in Jahrgangsteams startet ab dem Schuljahresbeginn 2010/2011 mit allen Jahrgängen. Den Jahrgangsteams kommt dabei die Aufgabe zu, die inhaltliche Arbeit für die Umsetzung der schulischen Entwicklungsziele zu leisten. Die Entscheidung, ob die zu diesem Schuljahresbeginn gebildeten Teams die ihnen zugeordnete Schülergruppe 3 oder 6 Schuljahre begleiten, wird nach 2jähriger Dauer der Teamarbeit generell für alle getroffen.
      Es wird angestrebt, den dem Jahrgangsteam angehörenden Kernlehrkräften eine gemeinsame Freistunde im Stundenplan zuzuteilen, um Planungen vorzubereiten und Absprachen treffen zu können. Jedes Team benennt eine(n) Jahrgangsleiter/in und eine(n) Vertreter/in.
      Die den jeweiligen Jahrgangsteams zugeordneten Kompetenzen werden in einer Vereinbarung zwischen Schulleiter und den Jahrgangsleiter/innen festgelegt. Die Vereinbarung enthält Aussagen zur jahrgangsweisen Planung von Vertretungsunterricht und dessen stundentechnischer Abrechnung, zur Planung von Sonderunterrichtsvorhaben und von jahrgangsspezifischen Sonderregeln und Ritualen sowie zur Festlegung von Erziehungsmaßregeln.
      Die neu gebildeten Jahrgangsteams erhalten zur Unterstützung ihrer Arbeit eine Fortbildung zur Teambildung.
      Zur zusätzlichen Erleichterung der Arbeit in den Jahrgangsteams werden die einzelnen Lerngruppen eines Schuljahrgangs ab Schuljahresbeginn 2010/2011 in räumlicher Nähe zueinander untergebracht („Jahrgangshäuser“). Der Jahrgang 5 erhält die untere Ebene in Haus D, die Jahrgänge 9 und 10 ziehen die oberen Ebenen der Häuser C und D. Die Jahrgänge 6,7 und 8 beziehen Haus E. Jedem Jahrgang wird ein Jahrgangsteamraum bzw. der bisherige Lehrerarbeitsraum zugeordnet. In den Teamräumen werden auch die Jahrgangsmaterialien untergebracht. Die dadurch frei werdenden Kleinsträume dienen als Lagerräume für Reinigung oder/und Ersatzbedarfe und der Unterbringung der Medienwagen etc.)
      Die Schülerfirma erhält 2 Räume in Haus A, die Konfliktlotsen ziehen in den bisherigen Trainingsraum. Der „kleine Glaskasten“ im Lehrerzimmerbereich wird vorrangig Elternsprechzimmer, der „große Glaskasten“ bekommt seine Funktion als gemeinschaftlicher Lehrerarbeitsraum zurück. Das große Lehrerzimmer bleibt als zentraler Versammlungs- und Besprechungsraum für Konferenzen etc. erhalten. Darüber hinaus ist es Teamraum für die Jahrgänge 6,7 und 8. Die ehemalige Lernmittelausgabe wird Trainingsraum.
    • Rhythmisierung
      Die angestrebten Ziele der schulischen Arbeit sollen durch eine veränderte Rhythmisierung des Schuljahres und der Schultage erreichbarer gestaltet werden.
      Den Jahrgangsteams wird die Aufgabe übertragen, geeignete Vorschläge für eine jahrgangsspezifische Jahresrhythmisierung zu erarbeiten, sie aufeinander abzustimmen und sie Anfang des Schuljahres 2011/2012 dem Schulvorstand zur Entscheidung vorzulegen. In allen Jahrgängen wird dabei die Einrichtung zumindest jahrgangsbezogener und regelmäßiger Präsentationsverfahren von Klassenergebnissen und Schülerleistungen verbindlich vereinbart. Gleiches gilt für die Einrichtung und Durchführung von Projekttagen in jedem Jahrgang.
      Die Neuorganisation der Mittagspause und des Mittags(essen)angebotes wird einer zu bildenden Projektgruppe aus Lehrern, Eltern und Schülern übertragen. Vorschläge sind von ihr so rechtzeitig zu arbeiten, dass eine Neuregelung ab 1.2.2011 in Kraft gesetzt werden kann.
      Der Tagesablauf eines normalen Schultags wird neu gestaltet. Das Zeitraster wird auf folgenden Zeitablauf umgestellt: 7.40 Uhr > Öffnung der Klassenräume; 7.55 Uhr > 1. Unterrichtseinheit; 9.15 Uhr > 1.große Pause; 9.40 Uhr > ADAM (=“aktiv die Arbeit managen“ und EVA plus (= Ergebnisse verantwortungsbewusst ansehen – Präsentationen, Lern- und Sozialverhalten); 10.10 Uhr > kurze Pause; 10.15 Uhr > 2. Unterrichtseinheit; 11.35 Uhr > 2.große Pause; 12.00 Uhr > 3. Unterrichtseinheit; 13.20 Uhr > Mittagspause; 14.10 Uhr > 4. Unterrichtseinheit; 15.40 Uhr > Unterrichtsschluss
      Die Jahrgangsteams erarbeiten die jahrgangsspezifische inhaltliche Planung so zeitgerecht, dass deren Umsetzung mit Beginn des 2. Schulhalbjahres möglich ist. Sie berücksichtigen dabei folgende Aspekte: Im Unterricht ADAM erarbeitet ein Mitglied des Jahrgangsteams z.B. mit der Klasse am Montag eine Wochenplanung, am Freitag begleitet es oder ein anderes den Klassenrat bei der Besprechung der Klassengeschäfte. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag dient diese Zeitspanne dem wiederholenden Intensivtraining in Mathematik (z.B. Grundrechenarten), in Deutsch (z.B. Grammatik/Rechtschreibung) und in Englisch (z.B.Vokabeln). Im Unterricht EVA plus haben die Schüler/innen z.B. am Montag und Donnerstag Zeit, selbst über ihr Lern- und Sozialverhalten, ihre Präsentationen und sonstige Unterrichtsergebnisse zu reflektieren und ein Lerntagebuch auszufüllen. Z.B. lassen sich Klassengeschäfte am Dienstag mithilfe des Klassenrats bearbeiten, am Mittwoch bietet sich ein wiederholendes Training für gelernte Methoden an, am Freitag gibt es eine Gesamtevaluation in der Klasse als Wochenrückblick. Für den ADAM und EVA+-Unterricht in der zeitlich kombinierten Organisationsform erarbeiten die Jahrgangsteams geeignete Inhalte auf der Grundlage der genannten Beispiele.
      Die restlichen vormittäglichen Unterrichtseinheiten (à 80 Minuten) sind überwiegend den Fächern und Fachbereichen vorbehalten. Am Montagnachmittag finden für alle Jahrgänge 90minütige Arbeits- und Übungsstunden (ab 1.2.2011: unter der Bezeichnung „Lernbüro“) mit verschiedenen individualisierten oder gruppenbezogenen Förder- und Ergänzungsangeboten statt. Die Zeit dient zum Üben, Trainieren oder zur Bearbeitung von Wochenplänen. Am Dienstag gibt es am Nachmittag freiwillige Angebote für Schüler/innen und Besprechungszeiten für Lehrkräfte wie bisher. Am Mittwoch und Donnerstag finden 90minütige Werkstätten (bisher AG) statt, von denen alle Schüler/innen eine verpflichtend besuchen müssen.
      Weitere organisatorische Regelungen beinhalten die Offenhaltung aller Klassenräume während der Pausen und die Übertragung von Mitverantwortung aller Schüler/innen für die Einhaltung von Regeln.
      Die Schulleitung wird beauftragt, auszuloten, ob und unter welchen Bedingungen Fächer in den Fachbereichen Naturwissenschaften und GSW zusammengefasst werden können. Die Ergebnisse sind dem Schulvorstand zur Beratung und Entscheidung vorzulegen.
    • Selbstgesteuertes Lernen
      Zentrales Anliegen der zukünftigen Schulentwicklung ist die Förderung des Selbstgesteuerten Lernens von Schüler/innen im Sinne einer aktiven Unterstützung des selbstständigen Schülerhandelns im Lernprozess, um die Ergebnisse der Schüler/innen und der Schule nachhaltig zu verbessern.
      Die neue organisatorische Struktur schafft eine der Voraussetzungen für die sinnvolle Durchführung des Selbstgesteuerten Lernens. Ergänzend ist die Zurverfügungstellung einer ausreichenden Zeitspanne für einen derartigen Unterricht z.B. durch die Einrichtung von Arbeits- und Übungszeiten (Lernbüro) vorzunehmen. Die Umwandlung der bisherigen AG in Werkstätten und die Durchführung von Projekttagen als zusätzliches Rhythmisierungsinstrument tragen ebenfalls dazu bei, dass Schüler/innen in verstärktem Maße selbstgesteuert lernen können. Eine darüber hinaus angestrebte verstärkte innere Rhythmisierung des verbleibenden „Normal“unterrichts ergänzt als viertes Element die Ausrichtung des Lernens auf Selbststeuerung.
      Um eine derartige Umstellung des Unterrichts insgesamt verantwortungsbewusst vornehmen zu können, wird die Fortbildung des gesamten Kollegiums in diesem Arbeitsfeld notwendig. Die Schule ermöglicht mit geeigneten Instrumenten diese verbesserte Qualifizierung und Professionalisierung aller Beteiligten. Deshalb wird erst nach dieser Fortbildung mit der Umsetzung dieser Unterrichtskonzeption zu Beginn des 2. Schulhalbjahres 2010/2011 begonnen. Bis dahin werden die Arbeits- und Übungsstunden nach bisheriger Praxis des EVA/KIK-Unterrichts durchgeführt.
    • Entwicklungsziele, Indikatoren, Evaluationsvereinbarungen
      Maßnahme 1: Bildung von Jahrgangsteams

      Entwicklungsziele:
      Zum Schuljahresbeginn 2010/2011 sind für alle Schuljahrgänge der Haupt- und Realschule Jahrgangsteams von Lehrkräften eingerichtet. Jedes Team benennt eine ( n ) Leiter/in.
      Zweitens sind die Aufgaben und Zuständigkeiten der Jahrgangsteams in Form einer Vereinbarung zwischen Schulleitung und Jahrgangsleiter/in bis zum Schulhalbjahresbeginn beschrieben.
      Drittens beginnen die Jahrgangsteams mit der systematischen Erarbeitung jahrgangsspezifischer schulischer Arbeitspläne mit dem Ziel der Förderung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen der Schüler/innen auf der Grundlage der Organisationserlasse, der Kerncurricula (und der Rahmenrichtlinien) in Abstimmung mit den Fachkonferenzen sowie mit deren Umsetzung.

      Indikatoren:
      Die Bildung von Jahrgangsteams ist abgeschlossen, jede Lehrkraft gehört zu einem Team, jeweils ein( e) Leiter/in ist der Schulleitung bekannt gegeben.
      Die Vereinbarungen sind formuliert, unterschrieben und auf diese Weise innerschulisch dokumentiert. Sie werden praktiziert.
      Jedes Jahrgangsteam hat einen Arbeitsplan für seine Arbeit erstellt und dokumentiert. Ein Grobraster mit allen inhaltlichen Elementen ist erarbeitet, vier ausgewählte Bereiche daraus sind inhaltlich ausgearbeitet und nachweislich umgesetzt.
      Die Zufriedenheitsrate der Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen mit der Organisationsform und der Arbeit der Jahrgangsteams liegt bei durchschnittlich 66%.

      Maßnahme 2: Neue Rhythmisierung

      Entwicklungsziele:
      Zum Schuljahresbeginn 2010/2011 ist ein verändertes Zeitraster für die Verteilung des Unterrichts eingerichtet, das einen erhöhten Anteil an Selbstgesteuertem Lernen, an gemeinsamer Unterrichtsplanung, von Selbstreflexion und Fremdeinschätzung sowie einen besseren Wechsel von Konzentration und Entspannung für die Lernenden ermöglicht.
      Die inhaltliche Ausgestaltung der ADAM- und EVA+-Zeiten ist mit den Kerninhalten Klassenrat, Wochenplanung und Reflexion, systematisches Training der fachlichen Grundlagen der Hauptfächer und des Methodenkonzepts zum 1.2.2011 jahrgangsbezogen von den Jahrgangsteams entwickelt und dokumentiert und wird bis Schuljahresende erprobt.
      Die Jahrgangsteams vereinbaren eine jahrgangsspezifische Rhythmisierung der Unterrichtszeit des gesamten Schuljahres unter Einbeziehung schulischer Rituale, jahrgangsbezogener Vorhaben und regelmäßiger Präsentationsverfahren der Unterrichtsergebnisse, stimmen sie mit den anderen Jahr-gangsteams ab, dokumentieren die Vereinbarungen und erproben sie als mögliches Muster für den Folgejahrgang.

      Indikatoren:
      Die Einrichtung des neuen Zeitrasters ist vollzogen. Es wird praktiziert.
      Die Dokumentation der ADAM- und EVA+-Konzepte liegt der Schulleitung vor.
      Die Dokumentation des Konzepts der jahrgangsspezifischen Rhythmisierung der Unterrichtszeit des Schuljahres liegt der Schulleitung vor.
      Die Zufriedenheitsrate der Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen mit der Organisationsform der neuen Rhythmisierung liegt bei durchschnittlich 66%.

      Maßnahme 3: Förderung des Selbstgesteuerten Lernens

      Entwicklungsziele:
      Alle Lehrkräfte nehmen an einer Fortbildung zum Selbstgesteuerten Lernen teil und erwerben damit ein gemeinsames inhaltliches Grundverständnis dieser Arbeit zur Verbesserung der Unterrichtsqualität an der Schule. (Hinweis: Selbstgesteuertes Lernen wird als ein Lernen verstanden, das die Schüler/innen in die Lage versetzt, mit oder ohne Hilfe anderer ihren Lernbedarf festzustellen, ihre Lernziele zu formulieren, Lernressourcen zu ermitteln, angemessene Lernstrategien auszuwählen und ihre Lernergebnisse zu beurteilen.)
      Bis zum 1.2.2011 sind für jeden Schülerjahrgang zwei Unterrichtsbeispiele für Lernarrangements mit dem Schwerpunkt des Selbstgesteuerten Lernens konzeptionell erarbeitet und bis zum Schuljahresende erprobt und dokumentiert.
      Drittens ist im Rahmen der Erarbeitung der schuleigenen Arbeitspläne in den Jahrgangsteams bis zum 1.2.2011 ein jahrgangsbezogenes Grobraster für ein Methodenkonzept schwerpunktmäßig erarbeitet, mit den anderen Jahrgängen abgestimmt, dokumentiert, bis Schuljahresende inhaltlich angewandt und damit als mögliches Muster für den Folgejahrgang erprobt.

      Indikatoren:
      Alle Lehrkräfte weisen bis zum Ende des Schuljahres die Teilnahme an einer Fortbildung zum Selbstgesteuerten Lernen nach und nehmen den Nachweis in ihr Portfolio auf.
      Die Dokumentation der jahrgangsspezifischen Unterrichtsbeispiele liegt der Schulleitung vor.
      Die Dokumentation des jahrgangsspezifischen Methodenkonzepts liegt der Schulleitung vor. Ihre exemplarische Umsetzung zeigt sich bei den Ergebnispräsentationen der Schüler/innen.
      Die Zufriedenheitsrate der Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen mit der veränderten Unterrichtsdurchführung liegt bei durchschnittlich 66%.

      Maßnahme 4: Wahrnehmung der Führungsverantwortung der Schulleitung

      Entwicklungsziele:
      Die Schule erstellt bis zu den Herbstferien 2010 ein Schulprogramm mit einem aktualisierten schulischen Leitbild, orientiert daran ihre Entwicklungsziele, Maßnahmen, Umsetzungsstrategien und die Qualitätssicherung.
      Die Schulleitung entwickelt in Zusammenarbeit mit dem schulischen Fortbildungsbeauftragten bis zum Juni 2011 ein Fortbildungskonzept für die Lehrkräfte und schulischen Mitarbeiter/innen.
      Die Schulleitung entwickelt bis zum 1.2.2011 ein Konzept zum „Führen mit Zielen“ und implementiert es bis zum 1.4.2011 in das schulische Qualitätsmanagement.

      Indikatoren:
      Das Schulprogramm 2010/2011 ist von den zuständigen schulischen Gremien beschlossen und transparent dargestellt.
      Das Fortbildungskonzept der Schule liegt in dokumentierter Form transparent für alle schulischen Akteure vor.
      Das Konzept „Führen mit Zielen“ liegt in dokumentierter Form vor, ist im Rahmen einer Dienstversammlung vereinbart und am Beispiel von drei Zielvereinbarungen nachweislich angewandt.
      Die Zufriedenheitsrate mit dem Schulleitungshandeln bei Eltern, Schüler/innen, Lehrer/innen und Mitarbeiter/innen liegt bei durchschnittlich 66%.

      Die Gesamtheit aller Maßnahmen dient letztlich auch der Verbesserung der Abschlussquote der Schüler/innen.
      Als Indikator dieses Ziels wird die Steigerung der Abschlussquote um einen Prozentpunkt auf 97% am Ende des Schuljahres 2010/2011 festgelegt.
      Evaluation aller Maßnahmen aus dem schulischen Arbeitsprogramm:
      Alle Entwicklungsziele sind im Rahmen der Gesamtevaluation 2011 nach SEIS zu evaluieren. Hinsichtlich des Zeitrasters findet eine Zwischenevaluation zum Ende des 1. Schulhalbjahres statt.
      Zur besseren Einschätzung sind dabei jeweils auf die Indikatoren abgestimmte spezielle Fragen zu ergänzen und diese ggf. auch den an SEIS nicht beteiligten Gruppen zur ergänzenden Befragung vorzulegen. Die Entscheidung darüber wird im März 2011 getroffen. Die Evaluationsergebnisse sind für eine Überarbeitung des Schulprogramms ab Herbst 2011 zu verwenden.
  2. Qualifizierungs- und Fortbildungskonzept
    • Netzwerkarbeit
      Nach Beschluss des Schulvorstandes ist die Ganztagsschule Lilienthal ab November 2010 Mitglied der „Besten Bildung“, der ehemals so genannten Bildungsmarke Osterholz. Sie arbeitet darin mit zurzeit 12 weiteren Schulen in einem Netzwerk, dass sich in Kooperation mit den kommunalen Schulträgern eine Verbesserung der Qualität der schulischen Arbeit auf die Fahnen geschrieben hat. Aus dem für die Ganztagsschule Lilienthal relevanten Schulbereich gehören der Qualitätsinitiative „Beste Bildung“ die Haupt- und Realschule Worpswede, die Findorffschule Grasberg, die Förderschule Lilienthal und die Grundschulen Worphausen, Frankenburg und Worpswede an. Die „Beste Bildung“ bearbeitet als Schwerpunktthema der teilnehmenden Schulen aktuell die Thematik „Selbstgesteuertes Lernen“. Zu diesem Thema ist ab Herbst 2010 eine umfangreiche Fortbildung für alle Kolleg/innen der teilnehmenden Schulen in Planung.
      Mit den drei oben zuerst genannten Schulen ist die Schule zusätzlich durch Kooperationsverträge verbunden.
      Weitere Netzwerkarbeit findet erfolgreich auf der Ebene der Schulsozialpädagogen statt.
    • Fortbildungskonzept
      Bestandteil des Schulprogramms ist das schulinterne Fortbildungskonzept. Die bisher in diesem Bereich durchgeführte Arbeit wurde auf die Schaffung der Voraussetzungen für die Anwendung des schulischen Qualitätsmanagements fokussiert. Die Ausbildung der Steuergruppe, von Projektleiter/ innen und Evaluationsfachkräften ist mit Ende des Schuljahres 2009/2010 zunächst abgeschlossen, muss aber immer wieder aufgenommen werden, wenn neue Mitarbeiter/innen für diese Aufgaben gewonnen werden (müssen).
      Im Schuljahr 2010/2011 wird ein Fortbildungsprogramm erarbeitet, das folgende drei Hauptlinien verfolgt:
      1. Um alle Potenziale der Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen zu optimaler Entfaltung bringen zu können, wird für jeden ein Portfolio entwickelt, das darstellt, welche Stärken vorhanden und welche Ergänzungen mit Blick auf die schulinternen Anforderungen notwendig sind. Aus der entstehenden Sammlung der Portfolios wird unter Federführung der Schulleitung und des Fortbildungsbeauftragten ein schulspezifisches Fortbildungskonzept bis zum Juni 2011 mithilfe einer außerschulischen Moderation entwickelt.
      2. Die aktuelle pädagogische Grundkonzeption der Schule weist die gemeinsame Beschulung von Schülern der Haupt- und der Realschule in vier Schuljahrgängen aus. Der dazu durchzuführende Unterricht stellt höchste Ansprüche an die beteiligten Lehrkräfte hinsichtlich des Umgangs mit sehr heterogenen Schülergruppen, der Organisation von geeigneten Lernarrangements und der Formulierung von kompetenzorientierten Aufgabenstellungen. Eine verbesserte Qualifizierung und Professionalisierung in diesen Bereichen ist unabdingbar notwendig. Eine breit angelegte Fortbildung in diesem Feld wird durchgeführt und schafft die Voraussetzung, um erfolgreich alle Elemente des Schulprogramms umsetzen zu können und liefert zugleich die Grundlage für die angestrebte Verbesserung im Handlungsfeld „Lehrerhandeln im Unterricht – Unterstützung eines aktiven Lernprozesses von Schüler/innen“.
      3. Vervollständigt wird das Fortbildungskonzept durch die Organisation und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen, die zur jeweils aktuellen inhaltlichen Arbeit von schulischen Gremien oder einzelnen Lehrkräften zur Unterstützung eingefordert und schulisch notwendig sind. Zur Kostenreduzierung werden Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Schulen gesucht.

      Das gesamte Fortbildungskonzept ist bis Juni 2011 fertig zu stellen, jedoch in Teilen parallel zur Planung auch bereits durchzuführen.
  3. Sicherheitskonzept
    • Laut Erlass vom 15.2.2005 hat jede Schule ein eigenes Sicherheitskonzept zu entwickeln. Dieses Konzept soll in Zusammenarbeit mit Schüler/innen, Eltern, Schulträger und außerschulischen Fachkräften entwickelt werden, ist von der Gesamtkonferenz zu beschließen, jährlich zum Beratungsgegenstand einer Dienstbesprechung zu machen und den Schüler/innen und ihren Eltern in geeigneter Form bekannt zu geben. Inhaltlich verfügt die Schule über einen pädagogischen Grundkonsens und zahlreiche Regeln, Absprachen, organisatorische und räumliche Gegebenheiten, die - im Zusammenhang dargestellt – ein funktionierendes Basissicherheitskonzept beschreiben.
      Folgende organisatorischen und inhaltlichen Maßnahmen werden im Paket als Sicherheitskonzept der Schule beschlossen. Sie lauten:
      - klare Abgrenzung des Schulgeländes vom Umfeld
      - eine sinnvolle Schulhofbeleuchtung
      - Anmeldepflicht für alle Besucher einschließlich der Ausgabe von Besucherausweisen
      - Beschränkung der Zugangsberechtigung zum Gelände und zum Gebäude
      - Erteilung und die Durchsetzung von Hausverboten in begründeten Fällen
      - Vorhandensein einer Alarm- und akustischen Warnanlage im gesamten Schulbereich
      - Möglichkeit einer zentralen Durchsagemöglichkeit
      - Formulierung einer klaren Schulordnung verbunden mit einer vertraglichen Selbstverpflichtung für alle Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen
      - nachhaltige Wiederholung des Anspruchs auf einen sozial verträglichen Umgang miteinander und auf das Prinzip der Gewaltfreiheit in allen öffentlichen und innerschulischen Veranstaltungen
      - nachhaltige Implementierung des Prinzips „Jeder findet in Notsituationen und Konfliktfällen einen Ansprechpartner und Hilfe !“
      - wiederholte Ausbildung von Konfliktschlichtern und deren erfolgreicher Einsatz im Tagesgeschäft
      - Einführung und Anwendung des Trainingsraumprinzips unter Zuhilfenahme außerschulischer Mediationsfachkräfte und innerschulisch ausgebildeter Lehrkräfte
      - inhaltsbezogene Fortbildung zur Trainingsraumarbeit
      - Beschäftigung von Schulsozialpädagogen im Umfang einer vollen Stelle
      - Sozialtraining in Klassen
      - Zusammenarbeit mit der Polizei laut Erlass vom 30.9.2003
      - Umsetzung und konsequente Anwendung der in den entsprechenden Erlassen zur Gewaltprävention genannten Verhaltensstrategien in akuten Fällen
      - Fachvorträge für Eltern, Lehrkräfte und Projekttage zu gewaltrelevanten Themen, z.B. Mobbing in allen Jahrgangsstufen
      - Erörterung von allgemeinen und speziellen Fragestellungen von Gewaltanwendungen, deren Erkennung und Prävention im Rahmen von Dienstversammlungen
      - Anwendung des Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmenkatalogs mit begleitenden pädagogischen Maßnahmen
      - Einzelfallbesprechung und Hilfekonferenzen in besonderen Fällen
      - Absprache eines geeigneten Verhaltens in Alarmlagen für Notfälle wie Feuer etc., im Falle von Bombendrohungen oder bei Amoklagen inklusive Absprache einer geeigneten codierten Durchsage
      - Einrichtung eines Kriseninterventionsteams
      - Schriftliche Dokumentation der Entscheidungen des Kriseninterventionsteams
  4. Evaluationsgrundsätze
    • Im Rahmen des schulischen Qualitätsmanagements sind alle Ziele regelmäßig anhand vorbestimmter Indikatoren zu evaluieren. Grundsätze für die Durchführung von Evaluationen sind nach Vereinbarung zwischen Schulleiter und Steuergruppe zu vereinbaren. Die Evaluationsfachkräfte der Schule werden beauftragt, dafür einen inhaltlichen Vorschlag zu erarbeiten und der Schulleitung und der Steuergruppe zur Beratung und Entscheidung vorzulegen. Die daraus resultierende Vereinbarung ist verbindlich für die schulische Arbeit im Qualitätsmanagement.
 
Schulträger: Gemeinde Lilienthal

Schulträger:
Gemeinde Lilienthal

100 Schulen · 100 Vereine - 100% Werder-Partner!

100 Schulen
100% Werder-Partner!

Mitglied der Bildungsregion Osterholz - Beste Bildung

Mitglied der Bildungsregion Osterholz